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Logo: Zinkhütter HofMuseum für Industrie-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte
Das Umfeld

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Das Umfeld

Der Zinkhütter Hof ist mit seinem eindrucksvollen Gebäudeensemble nicht nur ein hervorragendes Beispiel frühindustrieller Zweckarchitektur, sondern liegt auch in einem Umfeld, welches mit Fug und Recht als Zentralpunkt deutscher Frühindustrialisierung gelten kann.

Historische Zeichnung der James-Grube in Stolberg

In unmittelbarer Nachbarschaft befanden sich weitere, ebenfalls in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstandene Industrieanlagen:

  • Jamesgrube (Steinkohlezeche)
  • Glashütte Münsterbusch
  • St. Heinrichhütte (Zinkhütte)
  • Blei- und Silberhütte Münsterbusch

In Stolberg setzte die Industrialisierung schon sehr früh ein und eine Vielzahl von günstigen Standortbedingungen ließ hier die erste Industrieregion Deutschlands entstehen. Ausschlaggebende Grundlage für diese Entwicklung waren lokale, bauwürdige Lagerstätten, die einen Abbau von Zink-, Blei- und Eisenerzen sowie Steinkohle erlaubten.

Der technologische Wandel in der Messingherstellung führte dazu, dass die Kupfermeister ihr traditionelles Gewerbe nicht weiterführen konnten und sich entsprechend umorientieren mussten. So errichtete der Kupfermeister Matthias Leonhard Schleicher bereits 1819 die erste Zinkhütte in Stolberg. Bezüglich des Messinggewerbes verlagerte sich das Hauptgewicht auf die Verarbeitung von Messing bzw. von weiteren NE-Metallen, wobei sowohl Halbzeug als auch Fertigprodukte in industriellem Maßstab hergestellt wurden. Auf Grund der positiven Gesamtentwicklung kam in erheblichem Umfang auch ausländisches Kapital nach Stolberg.

Die Verfügbarkeit von Dampfmaschine und Steinkohle erlaubte einen Tiefenausbau der Bergwerke und ließ auf der Basis neuer Verhüttungs-Methoden (Zinkdestillation) eine Zinkhüttenindustrie entstehen, die sich zur Deckung ihres Energiebedarfes im Bereich der Kohlefelder (Münsterbusch, Atsch, Birkengang) ansiedelte.

Foto: Panoramablick Fettberg, Ecke Schellerweg um 1920

Ebenfalls begünstigt durch die Verfügbarkeit von Kohle entstanden im gleichen Bereich auch Glashütten, welche die Quarzsandvorkommen in der Gegend von Atsch u. Atscher Wald als Rohstoffbasis nutzten.

Die beim Rösten von sulfidischen Erzen anfallende Schwefelsäure wurde, zusammen mit dem ebenfalls lokal verfügbaren Kalkstein, zur Herstellung von Soda verwendet. Die Soda wiederum war wichtiger Grund- bzw. Zuschlagstoff für die Glas-, Seifen- und Waschmittelindustrie, sowie für die Bleichereien des Textilgewerbes.

Als die heimische Kohle knapp und teuer wurde, sorgte die Eisenbahn, deren Streckenführung in unmittelbarer Nähe des Industriegebietes verlief, für eine Anbindung an auswärtige Abbaugebiete (u.a. auch an das nahe gelegene Wurmrevier).

Auszüge aus: www.stolberg-abc.de

 

Randnotizen

Grafik: Einladung zum Galminus-Münzsammelspiel
Grafik: Feiern Sie Ihre Veranstaltung bei uns!

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Das Museum Zinkhütter Hof ist Partner im Netzwerk Industriekultur im Landschaftsverband Rheinland.


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