Inhalt
Aussehen
Sie Hauptmerkmale des Galminus:
- Kapuze
- Schlägel und Eisen
- sowie Bergleder
gehörten zur authentischen Ausrüstung mittelalterlicher Bergleute.
Aus naheliegenden Gründen wurde die hier dargestellte Arbeitskleidung Kapuzentracht genannt.
Kapuze
Die meist bis zu den Schultern reichende Kapuze schützte Kopf und Nacken der Bergleute vor Tropfwasser und eventuell herabrieselndem Lockermaterial.
Beim Aufrichten in den niedrigen Stollen konnte der Bergmann mit dem Kapuzenzipfel die Stollendecke (das Hangende) ertasten, ohne mit dem Kopf an den harten Felsen stoßen zu müssen.
In der späteren Überlieferung wurde aus der Kapuze der Bergleute die Zipfelmütze der Heinzelmännchen.
Schlägel und Eisen
Schlägel und Eisen waren die Standardwerkzeuge (Gezähe) des Bergmannes und wurden sowohl beim Stollenvortrieb als auch zum Abbau von Erzen oder anderen Fördergütern eingesetzt.
Der Schlägel war meist eine Art Fausthammer, mit dem das Bergeisen wie ein Meißel in den Fels (in das Gebirge) eingetrieben wurde. Das Bergeisen war meist in Form einer Hacke mit mittig angesetztem Stiel ausgebildet, wurde jedoch überwiegend nicht als Hacke, sondern als Meißel benutzt.
Schlägel und Eisen in gekreuzter Anordnung wurden später zum weltweit gebräuchlichen, auch heute noch üblichen Montan-Symbol, obschon diese Werkzeuge im bergbaulichen Betrieb seit weit über 100 Jahren nicht mehr in Gebrauch sind.
Bergleder
In der bergmännischen Umgangssprache wurde das Bergleder auch Arschleder genannt, weil es als Gesäßschutz getragen wurde.
Das Einfahren der Bergleute in die Grube erfolgte entweder über begehbare Stollen oder über Schächte, in welchen Leitern (Fahrten) eingebaut waren. Häufig gab es auch Stollenabschnitte, die steil nach unten abfielen. Hier waren dann Holzrutschen eingebaut, über welche die Bergleute auf ihrem umgebundenen Arschleder hinunterrutschen konnten.
Auch beim Sitzen vor Ort auf dem feuchten, harten, scharfkantigen Gestein bot das Bergleder entsprechenden Schutz.









